Feuerlilie

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Die Feuer-Lilie (Lilium bulbiferum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lilien (Lilium). Die Pflanze ist in ganz Magonien verbreitet, die Sonderform der Blauene Feuerlilie dagegen findet sich fast nur in Taurien. Generell findet man sie eher in erhöhten und höheren Lagen, je nach Gunstraum jedoch auch in niederen Gegenden.

Die Feuer-Lilie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 2 und 9, selten bis zu 12 Handbreit, erreicht. Die weiße Zwiebel ist eiförmig, ihre Schuppen sind breit und spitz. Die Pflanze bildet ab dem Frühjahr einen rot oder schwarz gefleckten, im oberen Bereich wollig behaarten, aufrechten Stängel. Die daran wechselständig angeordneten, linealischen bis linealisch-lanzettlichen Laubblätter werden im unteren Teil bis zu eine Handbreit lang, höhere Blätter bleiben jedoch kürzer.


Ab etwa dem fünften bis siebten Mond erscheinen in einem flach doldigen Blütenstand ein bis fünf Blüten mit kurzhaarigen oder kahlen Blütenstielen. Die zwittrigen, dreizähligen und duftlosen Blüten haben sechs aufrecht stehende Blütenhüllblätter, deren äußere etwas schmaler sind als die inneren. Sie erreichen eine halbe Handbreit Länge, sind leuchtend rot oder gelbrot und haben auf der Oberseite dunkelbraune, behaarte Papillen. Die Nektarrinne ist gewimpert. Die Staubblätter sind rund halb so lang wie die Hüllblätter, die Staubbeutel rot, der Griffel ist ein wenig länger als die Staubblätter. Eine Sonderform bildet die in Taurien vorkommende Blaue Feuerlilie, hier sind die üblich roten Pflanzenteile meist mehr oder minder leuchtend blau.

Unter den sonst häufig stark duftenden Arten der Gattung Lilium bildet die Feuer-Lilie eine seltene Ausnahme, da sie gänzlich duftlos ist. Hin und wieder hört man die Redewendung "nicht wie eine Feuerlilie riechen", was darauf hindeutet, dass jemand durchaus das Badehaus besuchen sollte.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz waren unter anderem folgende Volksnamen gebräuchlich: Berg-Ilga, Donnerblume, Donnerrose, Fanzognia, Feldlilie, Fiur di San Giuan, Füür-Ilga, Gelbe Gilgen, Goldrose, Machoja, Nosnbräse, Rot-Ilgä, Steirose, Tulipana, Wilde Gilgen. [1]

Die Feuerlilie ist unter anderem Bestandteil des sogenannten „Sonnwendbüschels“. Dieses wird zusammen mit anderen „Zauberkräutern“ in das Johannisfeuer geworfen, um Unwetter fernzuhalten. Anderseits wird der Pflanze durch die feuerrote Farbe nachgesagt, dass sie Blitze anzieht, weshalb sie nicht ins Haus gebracht werden soll[11].

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