Epiphanie

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Epiphanie (altmag.-gelehrt. epiphaneia „Erscheinung“; aus epi „über, darauf“ und phainomai „sich zeigen“; zusammen im Sinne von „herausragen, sich hervorheben“) bezeichnet eine Erscheinung im allgemeinen Sprachgebrauch, verschiedene Arten des Auftauchens bzw. „Daseins“ eines Objektes oder das Sichtbarwerden oder Sichzeigen von zuvor nicht zu sehenden oder erkennbaren Gegenständen oder Vorgängen in der Umwelt oder aber ein unwillkürliches inneres Erleben von plastisch deutlichen visuellen Vorstellungen, die dabei auch andere Sinnesqualitäten, besonders häufig solche akustischer Art einschließen können.

Religiöse Bedeutung Die Übergänge zwischen „Erscheinungen“ unterschiedlichster Art wie Schemen, dem Geist eines Toten, den Geistern der Ahnen oder Gespenstern, von Spukgestalten oder Dämonen vielfältigster Gestalt oder von Teufeln und Engeln jeder Art bis hin zu „Visionen“ sonstigen Inhalts mit stimmlichen und dann zumeist als „Offenbarungen“ oder „Verkündigungen“ aufgefassten Erlebnissen sind fließend. Von Hellsehen wird dabei dann gesprochen, wenn das Normalbewusstsein von Seher oder Seherin mitsamt der Fähigkeit erhalten bleibt, mit der Umgebung in Kontakt zu bleiben, und von visionären Erlebnissen, wenn die Konzentration auf das visionäre Geschehen derart hochgradig ist, dass anderes nicht mehr beachtet oder sogar aus der Wahrnehmung und somit aus dem Bewusstsein der Betreffenden ausgeschlossen ist. Eine Verwechselung mit Halluzinationen liegt nahe, psychologische Beziehungen zwischen den verschiedenen Erlebnisweisen sind ungeklärt.

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