Die Mark Oxhöft liegt im Nordosten der Präfektur
Frueven. Neben der Hauptstadt Oxhöft, dem Sitz
des Baron Heiner von Stürn, gibt es noch drei nennenswerte
Siedlungen: Luggewiese, Keutzelbuch und Stillfried.
Die Mark Oxhöft misst an ihrer breitesten Stelle
(West-Ost) ungefähr 13 Meilen und umfasst Wiesen
und Weideland (das nördliche Ende der Ebenen von
Môrn), den Keutzelwald sowie kleine Teile des
Nebelgebirges (der Kleine Oxkopf und - zumindest zur
Hälfte - der Große Oxkopf)
Die
Bevölkerung der Mark Oxhöft hat eine Größe
von ungefähr 600 Seelen, in der Hauptstadt am Fuße
des Kleinen Oxkopf leben ca. 300 davon. Sowohl in der
Hauptstadt als auch in Stillfried gibt es einige Zwerge.
Zwar gibt es in der ganzen Mark Oxhöft nicht sehr
viel (eigentlich nichts), was man als sehenswert bezeichnen
könnte. jedoch scheint der Ort Stillfried einen
ganz besonderen Stellenwert einzunehmen. Das
illustere Dörfchen Stillfried liegt im Nordosten
der Mark. Es hat zwar nur wenige Einwohner, diese sind
allerdings alle recht originell. Der Stillfrieder an
sich ist Fremden gegenüber sehr freundlich und
warmherzig. Vorrausgesetzt derjenige stammt aus der
richtigen Provinz. Bei diesen handelt es sich natürlich
um Taurien selbst und Tempturien, den ehemaligen Verbündeten.
Nur als Tempturier wird man über alle Maßen
bewundert. Es ist allerdings nicht üblich dies
dem Gast ins Gesicht zu sagen. Lieber beäugt man
ihn und lässt seinen Unmut über den ‚Feind’
in einer biersseligen Runde freien Lauf. Hier sei Robert,
der Winzer zitiert: „Den Loreniern sollte man wirklich
mal ihre Küste zeigen...schwimmend 200 Schritt
vor der Küste!“ |

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Interessant
ist die Tatsache, dass seit dem Friedensschluss ein
junger weltoffener Layapriester aus Hrayland im örtlichen
Schrein seinen Dienst tut. Da der Stillfrieder an sich
sehr gläubig ist, muss der Gottesdienst natürlich
regelmäßig besucht werden. Dem Gast sei eine
Teilnahme an einer solchen Andacht und die Beobachtung
des Spieles zwischen Priester und Gemeinde sehr ans
Herz gelegt. Die meisten Stillfrieder leben
vom Weinbau, was für taurische Verhältnisse
höchst ungewöhnlich ist. Das Dorf ist berühmt
für seinen extrem trockenen, Laien mögen auch
sauer sagen, Weißwein. Für fremde Zungen
ist dieser etwas gewöhnungsbedürftig, doch
die Stillfrieder schwören auf ihren grünen
Friediner. Eine weitere Attraktion in Stillfied
ist die Taverne Zum Schnitzelwirt. Diese wird von Harald
Murvin betrieben. Man munkelt er habe die Arbeit in
der Taverne gar nicht nötig, da er im fernen Rhytanan
ein Hurenhaus betriebe. Nichts desto trotz gibt es bei
Harald jeden Dienstag wirklich hervorragende, riesige
Schnitzel mit Bratkartoffeln. Daher nehmen die Stillfrieder
Herald seinen eigentlichen Bruf nicht so krumm.
Noch eine berühmte Einwohnerin des Dorfes
ist die Katzenoma. Sie ist an die 100 Jahre alt und
gilt als Urmutter von Stillfried. Das bedeutet fast
alle sind irgendwie mit ihr verwandt, die meisten stammen
von ihr ab. Die Katzenoma ist eine Seele von Mensch.
Zumindest wenn man eine Katz ist. Ihrer eigenen Aussage
nach mag sie Tiere viel lieber als Menschen. Das hat
zur Folge, dass sie in ihrem Haus unzählige Katzen
beherbergt. Sogar aus Oxhöft und manchmal aus Rhytanen
kommen des Nachts Leute und setzen ihre überzählige
Katzenkinder vor der Tür der Katzenoma aus.
Die letzte hier vorgestellte Einwohnerin, Grethe
Gerber, stammt nicht aus Stillfried selbst, sondern
kommt aus Rhytanen. Sie liebt die Natur und hat sich
daher in der Abgeschiedenheit Fruevens nieder gelassen.
Grethe kennt sich sehr gut mit Kräutern aus. Man
munkelt sie sei nur wegen einer bestimmten Sorte berauschender
Pilze, die in der stillfrieder Umgebung vorkommen sollen,
dort hin gezogen. An und für sich lebt
es sich recht beschaulich und abgeschieden in Stillfried.
Das geht so weit, dass jeder im Dorf, mit Ausnahme von
Grethe natürlich, mit jedem verwandt ist. Daher
bleiben Eheschließungen zwangsläufig immer
wieder in der Familie. Daraus resultiert das Vorurteil,
der Stillfrieder an sich sei etwas langsamer was den
Denkprozess anbelangt. „Du kommst wohl aus Stillfried!“
ist daher ein beliebtes Sprichwort in Magonien, das
hier etwa soviel wie andernorts "Hinter dem Mond"
bedeutet. Die Stillfrieder sehen dies freilich anders
und können diesem Sprichwort wenig lustiges abgewinnen...
Erwähnenswert ist eventuell noch der Umstand,
dass seit dem Friedensschluss allsommerlich eine Expedition
eines Gelehrten Tempturiers wiederkehrt, der mit seinen
Gehilfen nach wertvollen historischen Artefakten aus
der Zeit der Besiedlung Magoniens gräbt. Dies geschieht
natürlich sehr zum Stolz der Stillfrieder, da sie
glauben so ihre große Rolle in der Geschichte
nachweisen zu können. |