|

|
Thrymir ist die am wenigsten entwickelte Präfektur
Scoriens. Außer der 600 Einwohner zählenden
Präfekturhauptstadt Thrymir gibt es noch einige
Dörfer, die aber kaum mehr als 50 Einwohner haben.
Der Wald gedeiht hier prächtig und bietet neben
den wenigen Feldern und Wiesen um die Stadt Thrymir
herum den wichtigsten Lieferanten von Nahrung- und Rohstoffen.
Ein anderer sehr wichtiger "Wirtschaftsfaktor"
ist die Wegelagerei, denn um von Lorenien nach Scorien
zu kommen, muss man Thrymir durchqueren.
|
Trotz größter Bemühungen
durch die südmagonische Handelsgesellschaft ist es noch nicht
gelungen, diesem Unwesen ein Ende zu bereiten und deswegen kümmert
sich mittlerweile auch das legendäre Wolfsbanner darum. Aus
diesem Grunde sei allen Reisenden geraten sich einen ortskundigen
Waldläufer als Führer anzuheuern, zumal spekuliert wird,
dass die Räuber nicht die einzigen Schrecken sind, die dieser
tiefe Wald bereithält.
 Wappen der
Präfektur Thrymir
|

|
Geographie
Präfekturhauptstadt Thrymir:
Politisches Zentrum ist die Präfekturhauptstadt Thrymir, die
mit 600 Einwohnern die gleichzeitig größte Stadt in Thrymir
ist und auch den geographischen Mittelpunkt bildet. Ebenso ist sie
Herrschaftssitz des Präfekten zu Thrymir, und Versammlungsort
der Stammesversammlung und des Adelsrates. Dieser trifft sich im
wehrhaften Präfekturgebäude, einem der wenigen befestigten
Gebäude der gesamten Provinz, welches auf der höchten
Erhöhung der Stadt thront. Eine hohe doppelreiheige Pallisade
aus scorischer Eiche schützt die Stadt zusammen mit einem Wassergraben,
und in regelmässigen Abständen wachen hölzerne, mit
Stein fundamentierte Türme über die umliegende Gegend.
Sie machen Thrymir, ebenso die Garnison (darunter z.B. 50 Mann des
bekannten "Wolfsbanners"), zu einem sicheren Anlaufpunkt
für Händler, Reisende und Bürger. Die Bürger
Thrymirs sind warmherzige und offene Leute, schließlich wurden
sie ja viele Jahre lang gezwungen, mit lorenischen Siedlern zusammenzuleben,
und dem interessierten Reisenden stehen verschiede Tavernen und
Gasthäuser zur Verfügung. Seit dem Ende des Krieges konnte
man sich in Thrymir vorwiegend auf die eigenen wirtschaftlichen
Interessen konzentrieren, und so lag es nahe, dass die Südmagonische
Handelsgesellschaft eine Niederlassung dort eröffnete. Sie
ist allerdings nicht alleine dafür verantwortlich, dass "Thrymir-Bräu",
eine Form des scorischen Dunkelbier, in ganz Magonien bekannt wurde.
Überraschend ist auch, dass man in der Stadt Thrymir einen
der sehr wenigen fünfgöttlichen Tempel findet, da die
Scorier für ihre besonderer Ellyrisgläubigkeit und ihre
individuellere Art der Verehrung bekannt sind. Vogteien: Thrymir wird durch
drei separate Vogteien verwaltet, ein Erbe Scoriens aus der lorenischen
Besatzungszeit: Tyrgilsforst, Thrymir und Nebelsteig. Vogtei Tyrgilsforst im Osten
Die Vogtei Tyrgilsfosrt im Osten ist nahezu ausschlisslich von Wäldern
bedeckt und weitgehend flach - zumindest für scorische Verhältnisse.
Nur wenige Straßen und Wege führen von Ort zu Ort, und
manche der Weiler sind mit Pferd und Wagen gar kaum zu erreichen.
Ein gemäßigtes und vor allem regenreiches Klima sorgen
für gedeihendes Wachstum der Wälder, und im Herbst verwandeln
sich die Straßen eher in Schlammgruben als wegbar zu sein.
Eine größere Zahl lorenischer Landgüter und Lehen,
die noch immer in lorenischer oder lorenisch-stämmiger Hand
sind (ein Erbe aus der Besatzungszeit im frühen Bürgerkrieg)
sind an vielen Ortschaften zu finden und stellen neben den Clanführern
der Scorier die andere Instanz der Obrigkeit dar, auch wenn der
Adel hier eher von minderer Bedeutung ist. Vogtei
Thrymir in mittlerer Höhe Die Präfekturhaupstadt
befindet sich im hügeligen Kernland der Präfektur. Auch
hier ist sehr viel Wald vorhanden, die aber teilweise bis zu 300
Schritt hohen Hügel mit ihren Erzvorkommen und die lange Besiedlung
durch Menschen haben Thrymir aber als Vogtei zur am weitesten entwickelten
Vogtei der Provinz werden lassen. Im Vergleich mit Restmagonien
indes darf sie immer noch als sehr rückständig bezeichnet
werden. Relativ gut befestigte Straßen schlängeln sich
durch das Land und die Hügelketten, auch wenn viele im Winter
oder bei starkem Regen unpassierbar werden. Vogtei
Nebelsteig im Süden Wohl die am kargsten besiedelte
Vogtei Thrymirs. In den hügeligen Nordausläufern noch
stark bewaldet, herrscht hier vor allem das Nebelgebirge vor, dessen
hohe Gipfel für Niederschläge und rauhe Temperaturen sorgen.
Nur wenige feste Wege verbinden die größten Dörfer,
die kaum mehr als 50 Seelen beherbergen, mit dem Rest der Präfektur.
Die gar einzige Straße, die durch das Nebelgebirge an die
Südküste führt, ist der Nebelsteig, ein schmaler
Gebirgspass, dem die Vogtei ihren Namen verdankt, gerade breit genug
für ein Fuhrwerk, der bis ans Grauwasser führt, dem einzigen
Seehafen Thrymirs - falls man diese Siedlung von etwa 70 Menschen
so nennen mag und der für Schiffe, die größer als
ein Fischerboot sind, kaum schiffbar ist. Die Vogteistadt Graufels
ist noch nicht mal als "Siedlung" zu bezeichnen sondern
einfach ein größeres, mit Stein befestigtes Landgut und
etwa 90 Einwohnern an der Straße des Nebelsteigs, der nur
von Frühling bis zum frühen Herbst passierbar ist.
Wirtschaft
In der Präfektur Thrymir lebt man vorwiegend von Forstwirtschaft,
die Landwirtschaft arbeitet fast ausschließlich nur, um den
Eigenbedarf zu decken. Es wird nur ein kleiner Überschuss produziert,
der selten seinen Weg auf Märkte über die Präfekturgrenzen
hinausfindet. Im Süden werden im Gebirge und den Hügeln
vereinzelt Erze abgebaut und Steinbrüche betrieben.
Die Haupthandelsgüter sind scorisches Holz (vor allem scorische
Eiche), Eisenerz, Kupfererz, Kunsthandwerk (vorwiegend Holzarbeiten),
Baugestein, Branntwein, Felle, Leder und Pelzprodukte.
Dies und das...
Wolfsbanner: Vom Wolfsbanner war ja bereits die Rede. Es ist
eine thrymirische Elitetruppe, die direkt dem Präfekten unterstellt
ist. Im Verlauf des Krieges machte sich diese Truppe durch einige
spektakuläre Einsätze einen Namen. Tyrgil:
Tyrgil ist ein sagenhafter,angeblich aus Thrymir stammender Volksheld.
Von ihm handelt auch eine der berühmtesten Geschichten Scoriens,
die sog. Tyrgil-Saga. Claudianer: Die Claudianer sind
eine Rebellentruppe um den ehemaligen Tempestarius Claudio III.,
die in den Wäldern der Präfektur Thrymir ihr erstes Rückzugsgebiet
fanden. Mittlerweile haben sie ihren Aktionsradius bedauerlicherweise
ausgedehnt, noch immer gelten die Tiefen der Wälder jedoch
als Hochburg der Claudianer.
|