Priester
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Der Priester ist im Glauben an die Fünfe eine aus der Allgemeinheit herausgehobene Person, die in ihrer Eigenschaft als Vorsteher religiöser Handlungen eine Mittlerrolle zwischen jeweiliger Gottheit und den Menschen einnimmt. Auch die Gottesdiener fremder Religionen verwenden den Priesterbegriff, allerdings soll hierauf nicht weiter eingegangen werden. Die Götter werden über die Verblendeten urteilen und die ihnen nötige Gnade oder den ihnen nötigen Zorn widerfahren lassen.
Die Aufgaben, die dem Priester zugeordnet sind, differieren je nach Gottheit und Region. Grundsätzlich nimmt der Priester jedoch stets eine Mittlerfunktion zwischen dem Göttlichen und den Menschen ein. Dabei ist er wechselseitig mit Stellvertretung der Gottheit gegenüber den Menschen und der Menschen gegenüber der Gottheit betraut: Er tut den göttlichen Willen kund, bewahrt das heilige Wissen und vermittelt die göttlichen Gnadenerweise. Als Stellvertreter der Menschen handelt er in Opferungen und bei den Gebeten an die Gottheit. Als Kultdiener vollzieht er die kultischen Handlungen zumeist in oder in der Nähe von einem Tempel, Altar oder Heiligtum. Er opfert der Gottheit und leitet die Riten, verliest die heiligen Schriften und bewahrt den Kultort vor dem Eindringen Unbefugter. Hinzu kommt freilich die seelische und manchmal auch körperliche Betreuung der Gläubigen, auch das Wirken als Lehrer, oder gar im Auftrag der Obrigkeit Aufgaben von Verwaltung und Rechtsprechung.
Die Initiation der Priester erfolgt entweder i.d.R. über eine geistige Abfolge (Sukzession), wichtig ist dabei dass die Auswahl nicht durch menschlichen Willen, sondern durch göttliche Kraft fällt. Dabei werden die potentiellen Bewerber gezielt ausgewählt und im Hinblick auf ihre spätere Aufgabe erzogen, was in einem Tempel oder Kloster erfolgen kann, aber nicht muss. Die Ausbildung erstreckt sich dabei in erster Linie auf das Wissen um die korrekte Verrichtung des Götterverehrung. Das Erlernen der von altersher überlieferten Abläufen und Begrifflichkeiten und der oft umfangreichen Gebetstexte spielt natürlich eine wichtige Rolle. Daneben hat die Priesterschaft im Magonien selbstvertändlich auch eine gesellschaftliche Sonderstellung inne wird daher in vielen anderen Bereichen zusätzlich ausgebildet.
Die Ehrerbietung einem Priester gegenüber ist für jenen Magonier nicht nur Brauch, sondern Plicht. Schließlich wird ein jeder nach seinem Ableben vor das Göttergericht treten müssen, und die schlechte Behandlung eines Priesters werden die Fünfe zweifelsohne zu ahnden wissen.