Taurische Rübe
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Name / Bezeichnung
Die Taurische Rübe ist eine in ganz Magonien heimische Hackfrucht. Ob sich wirklich aus Taurien stammt, weiß niemand, dennoch ist diese Bezeichnung auch in nichttaurischen Gebieten durchaus üblich. Sie wird (je nach Region) teilweise auch Runkelrübe, Raahner, Rangasn, Runkel, Rummel, Rüben-Mangold, Vieh-Mangold, Dickrübe oder Gunkel genannt. Zusammen mit der Kartoffel bildet sie in den meisten Gebieten Magoniens eine Art Grundnahrungsmittel für das einfache Volk, jedoch ist sie auch bei Herrschaften von Stand durchaus geschätzt.
Verwendung und Lagerung
Aus der Taurischen Rübe lassen sich diverse Köstlichkeiten zubereiten, z.B. Brei, Röstrüben oder schmackhafte Suppen, die z.B. aus Speck, Zwiebeln und Stückchen der Rübe gekocht werden. Die Taurische Rübe kann (je nach Ernte) auch als Futter für Rinder und Schafe dienen, auch die Rübenblätter eignen sich hierzu gut. Bei Mensch und Tier berühmt-berüchtigt ist die verdauungsfördernde Wirkung, wird die Rühe nicht ordentlich gegart, kann sie zu übelriechenden Darmwinden führen..
Die Rübe lässt sich gut einlagern, manchmal werden die geernteten Rüben in Kellern wieder mit Erde bedeckt, was die Haltbarkeit weiter verlängert.
Rübengeister / Räbenlichter
Im Herbst ist es in vielen Regionen Brauch, dass Kinder aus der Rübe furchterregende Laternen (die sog. Rübengeister) basteln - meist in Verbindung mit dem herbstlichen Fest der Ellyris. In manchen Regionen hat sich sogar eine wahre Kunst aus diesem Brauch entwickelt, die innerhalb von Familien gepflegt wird. Die sog. Räbenlichter (auch Rübenlichter) werden geschnitzt, dazu werden sie zuerst mit einem Löffel ausgehöhlt und dann mit einem spitzen Messer aus der Haut Ornamente herausgelöst. An drei Schnüren aufgehängt und an einem Stock getragen, werden die mit einem Kerzchen bestückten Räbenlichter von den Menschen durch die dunklen Straßen getragen, wobei das Licht vor allem durch die Ornamente scheint. Hierbei werden Lieder gesungen, die oft - aber nicht immer - religiöse Hintergründe haben. Nach den Umzügen werden die Räbenlichter ins Fenster gestellt, bis die Kerze heruntergebrannt ist. Oft werden die Umzüge in der Familie oder Nachbarschaft allabendlich wiederholt, bis die Lichter verschrumpelt sind.
Pflanzenlehre
Die Taurische Rübe ist eine zweijährige krautige Pflanze, sie bildet also im zweiten Jahr einen Blütenstand und Samen aus. Im ersten Jahr entwickelt sie im vegetativen Entwicklungsstadium oberirdisch eine Blattrosette mit etwa 20 breitflächigen, ca. ein Spann langen Laubblättern und die Wurzel verdickt sich zu einem weißen, gelben oder orangeroten Rübenkörper. Die Rüben variieren sortenabhängig zu walzen-, oliven-, kugel- oder ähnlich der Zuckerrübe pfahlartiger Form. Die Taurische Rübe ist ein Pfahlwurzler, ihre Wurzeln können bis zu anderthalb Meter tief in den Boden reichen.
Die Ernte erfolgt im ersten Jahr, da in diesem Zeitraum die Rüben am meisten Kraft besitzen. Im zweiten Jahr entsteht ein 1,5 m hoher verzweigter Blütenstand mit unscheinbaren, fünfzähligen Blüten. Bei der Bildung des Blütenstandes wird alle restliche Kraft der Rübe verbraucht und nach der Samenreife stirbt die Pflanze ab.
Die Futterrübe ist eine Hackfrucht. Zur Ernte ist kein spezielles Werkzeug notwendig, da die Rübe weitgehend oberirdisch wächst, kann sie von Hand herausgezogen werden. Taurische Rüben vertragen keinen Frost, bei zu frühem Kälteeinbruch kann es also dazu kommen, dass große Teile der Ernte verloren gehen. Nicht selten folgte dann ein Hungerwinter.